Geschrieben von Wei:
Langstrecke 2026 – Viel Wasser, viel Wille und richtig lange Arme
Letztes Wochenende ging es für uns zur Langstrecken-Regatta – und der Name war Programm. Kein Sprint, kein kurzer Nervenkitzel, sondern Ausdauer, Taktik und Teamgeist über die lange Distanz.
Schon am Steg war klar: Heute wird kein Spaziergang. Wind, Wellen und diese besondere Stimmung, bei der man merkt: Das wird heute interessant.
Kleines Boot, große Bedingungen
Wir starteten in der Small-Boat-Kategorie – und dort waren tatsächlich nur zwei Boote gemeldet.
Doch noch bevor das Rennen richtig Fahrt aufnehmen konnte, entschied sich das zweite Small-Boat-Team (vom Veranstalterverein), wegen der starken Wind- und Wasserbedingungen nicht zu starten bzw. das Rennen abzubrechen.
Damit standen wir plötzlich alleine am Start.
Oder besser gesagt: alleine gegen Wind, Wellen und Langstrecke.
Der Start kam unerwartet wild. Statt „ruhig ins Rennen finden“ hieß es plötzlich: Wellen lesen, Boot stabil halten und trotzdem Druck machen. Zeitweise war das Wasser so bewegt, dass wir mitten im Rennen tatsächlich Wasser im Boot hatten – und ein Teammitglied musste aktiv Wasser aus dem Small Boat schöpfen. Multitasking auf Drachenboot-Level
Und wir waren nicht die Einzigen, die kämpfen mussten:
Zwei Standardboote versanken im Meer.
Mittendrin: Aufgeben war keine Option
Genau in solchen Momenten zeigt sich, was Teamgeist bedeutet. Die Bedingungen waren hart, aber die Motivation war stärker. Niemand hat ans Aufgeben gedacht. Im Gegenteil – je länger das Rennen dauerte, desto mehr wollten wir es durchziehen. Mit jeder Minute wurde klar: Heute geht es nicht um Zeiten oder Gegner – heute geht es ums Durchhalten.
Am Ende standen wir als einziges Small Boat im Ziel. Und ganz ehrlich: Dieses Ergebnis fühlt sich größer an als jede Platzierung. Während andere Boote das Rennen abbrechen mussten, haben wir es gemeinsam bis ins Ziel geschafft.
Mit nassen Füßen, müden Armen – und einem sehr breiten Grinsen. Fazit: Genau dafür trainieren wir. Langstrecke bei Wellen und Wind ist kein gewöhnliches Rennen. Es ist eine Mischung aus Ausdauer, Technik, Teamgeist und einer Portion Sturheit. Wir haben durchgezogen. Als Team. Bis zum Schluss. Und genau das macht Drachenboot für uns aus.
Danke an alle Teams, Helfer und Veranstalter für diese unvergessliche Regatta. Bis zum nächsten Rennen
— Eure WSAP SunDragons
- KfRG Rostocker Seebären – 34:46.2
- SVB Blue Bulls – 35:23.5
- SVB OSPA Dragons – 36:57.0
- Mein Team – 38:44.7
- Wackenitz Drachen – ##:##.#
- BSG Pneumant Spreecoyoten – ##:##.#
- WSAP SunDragons – 44:40,8
- Schiffsversenker – ##:##.#
